Ich mache mir Sorgen über die zunehmende Intoleranz – und vor allem darüber, dass es mittlerweile offenbar akzeptabel geworden ist, offen fremdenfeindlich, frauenfeindlich oder rassistisch zu sein.
NEIN, Intoleranz ist in einer Demokratie nicht akzeptabel.
NEIN, einen Mitmenschen herabzuwürdigen, nur weil er anders ist, ist in einer Gesellschaft nicht akzeptabel.
Nur weil extremistische, freiheitsfeindliche oder rassistische Parteien in bestimmten Regionen Deutschlands oder Frankreichs leider an Popularität gewinnen, ist das kein Freibrief dafür, sich offen menschenverachtend zu verhalten.
Heute fuhr mein 14-jähriger Sohn allein mit dem Fahrrad von einer Geburtstagsparty nach Hause.
Auf einer Brücke, die gerade saniert wird, ist ein seitlicher Durchgang für Radfahrer und Fußgänger ausgeschildert. Mein Sohn benutzte ihn also ganz normal.
Offenbar störte sich ein Autofahrer daran. Er ließ sein Fenster herunter und forderte meinen Sohn eindringlich auf, vom Fahrrad abzusteigen.
Mein Sohn erklärte ihm, dass Radfahrer diesen Weg laut Beschilderung benutzen dürfen und dass um 21 Uhr zudem kein einziger Fußgänger unterwegs war.
Daraufhin beschwerte sich der Autofahrer über den Akzent meines Sohnes und warf ihm vor, er sei sicher „einer dieser Ausländer, die sich an nichts halten“.
Mein Sohn fluchte kurz, gab dann aber den Versuch auf, mit diesem Mann zu diskutieren, und fuhr weiter.
Ich habe ihn getröstet und für seine Reaktion gelobt. Zu dem Schimpfwort habe ich nichts gesagt: Er hatte selbst verstanden, dass es nichts gebracht hatte.
Ich bin stolz auf ihn.
Aber ich selbst könnte vor Wut explodieren.
Dass ein Erwachsener ein Kind auf diese Weise angreift, kann ich nicht akzeptieren. Dass es mein Kind ist, macht meine Wut natürlich noch größer. Und dass dieser Erwachsene sich dann auch noch offen fremdenfeindlich äußert, ist zu viel.
Das führt uns zu einer schwierigen Frage für unsere Demokratien: Wie weit müssen wir politische Bewegungen tolerieren, die selbst die Grundprinzipien der Demokratie, die Gleichheit aller Menschen und ihre Freiheit infrage stellen?
Meine Antwort ist klar: Wir dürfen Rassismus nicht banalisieren.
Eine Demokratie besteht nicht nur aus Wahlen. Sie beruht auf Grundprinzipien: Menschenwürde, Gleichheit vor dem Gesetz, individuelle Freiheit und Grundrechte.
Die Meinungsfreiheit gehört dazu. Sie schützt auch Meinungen, die ich zutiefst ablehne. Aber diese Freiheit ist kein Recht darauf, andere Menschen zu diskriminieren, zu bedrohen, zu entmenschlichen oder ihnen ihre eigenen Rechte zu nehmen.
Und eine politische Bewegung, die darauf abzielt, die demokratische Ordnung und die Grundrechte abzuschaffen, wirft eine Frage auf, die weit über ihren Wahlerfolg hinausgeht.
Menschenrechte sind unveräußerlich. Sie stehen allen Menschen zu – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Sprache, Religion oder anderen Merkmalen.
Ich bin Franzose, geboren in der Franche-Comté, und wenn ich Französisch spreche, habe ich den Akzent meiner Region.
Ich spreche auch Deutsch, Englisch und Italienisch und komme in einigen anderen Sprachen zurecht.
In all diesen Sprachen habe ich einen Akzent.
Und darauf bin ich stolz.
Denn ein Akzent erzählt eine Geschichte. Von einer Region. Von einem Lebensweg. Von Sprachen, die man gelernt hat. Von Begegnungen. Von Orten, an denen man gelebt hat.
Ich habe immer einen Akzent.
Wir haben alle einen Akzent.
#MyAccent
Quellenangaben: Die französische Originalfassung dieses Posts wurde von ChatGPT (OpenAI) korrigiert; die Übersetzung erfolgte durch Deepl und wurde anschließend von mir in Zusammenarbeit mit ChatGPT überarbeitet. Die darin geäußerte Meinung ist nach wie vor meine eigene.


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